Die Genehmigung der Anlage vom 29.04.2008 ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist: Wir können die genehmigte EEG-Neuanlage nicht bauen. Der aktuelle Verfall der Verwertungspreise für Speisereste hätte entsprechend den politischen Regelungen bei den Anlagen für nachwachsende Rohstoffe einer gezielten Förderung bedurft. Wir rechneten noch bei der Genehmigungserteilung mit einen Wärme-Bonus und mit einem Gülle-Bonus, die die Realisierung gerettet hätten. Als das Gesetz im Juni/Juli fertiggestellt wurde, mussten wir feststellen: Kein Güllebonus für Abfallanlagen, Wärme-Bonus für Altanlagen (endlich) prinzipiell ja, aber durch unsinnige Effizienz-Forderungen gefährdet. Vom 22.-24. August 2008 hat unser Nachbar und Nahwärmekunde BESH mit einem Open-Air-Konzert
"Rock for Nature" die Stimme gegen Gentechnik und für einen Frieden mit der Natur erhoben. Wir haben unsere politische Aktion zur Erwirkung eines Güllebonus auch für Abfallanlagen gestartet. Mit unserem
Info-Camp waren wir nahe am Geschehen. Die BESH gab uns die Gelegenheit, die Weichenstellung weg von der Kreislaufwirtschaft auf dem Rock for Nature Forum im
ersten Vortrag darzustellen.
Weitere Gespräche ergaben sich im InfoCamp an der Biogasanlage. Dort ging es natürlich auch um unsere Anlage, die
aktuelle Entwicklung, die Aktion
Güllebonus für Abfallanlagen und das Vorhaben, in Notwehr eine
NawaRo-Anlage zu errichten und unsere zurückgestellten Planungen und deren Vorgeschichte.
Die Vorgeschichte:
"Was lange gärt wird endlich gut", war der hoffnungsvolle, auf die Zukunft bezogene Ausruf von Dieter Schäfer beim
Gedea-EnergieMix-Tag 2007 , der im Zeichen des geplanten Neubaus der GEDEA-Gemeinschafts-Biogasanlage in Wolpertshausen stattfand. "Was lange währt kann endlich gut werden", wäre die realistische, gegenwartsbezogene Aussage. Schon vor zwei Jahren beim
Gedea-EnergieMix-Tag 2005 wurden die
Neubaupläne erstmals im Kreise der Gedea-Interessenten vorgestellt.
Christel und Norbert Schuster waren zum EMix-Tag 2007 aus Neugier nach Wolpertshausen gekommen und brachten es auf den Punkt: "... die Anlage arbeitet dreifach ökologisch". Dann hatte das Vorhaben die nächste Hürde genommen: Am 29.04.2008 wurde nach langer Abstimmungszeit die Genehmigung erteilt!
Die Erweiterung unserer Abfallanlage muss zurückgestellt werden:
Der Plan muss wegen der unsäglichen Neufassung des EEG 2009 zurückgestellt werden, bis unsere Forderung "Güllebonus auch für Abfallanlagen" verwirklicht ist. Das war der Plan:
"Der Neubau zum Erreichen des EEG-Neuanlagen-Status gibt der Gedea die Möglichkeit, ihr innovativstes Projekt in eine wirtschaftliche Zukunft zu führen. Das macht Sinn, nicht nur für die Ökonomie der Beteiligten, sondern auch für die Ökologie. Neben der Gülle, die für die Landwirte veredelt wird, werden Speisereste zu Dünger verarbeitet. Die anfallende Energie im Biogas wird konsequent genutzt: Zunächst wird soviel wie möglich Strom erzeugt, der ins Netz eingespeist wird, dann wird die überschüssige Wärme an ein Nahwärmenetz abgegeben, das im umliegenden Gewerbegebiet die angeschlossenen Gewerbebetriebe versorgt und zudem zwei Mehrfamilienhäuser und eine Ökowohnsiedlung am Rande des Gewerbegebietes beliefert. Mit dem Neubau muss die Gedea nicht Neuland betreten sondern kann auf den Erfahrungen aufbauen, die die
NOVATECH GmbH in zahlreichen Referenzanlagen gesammelt hat. Die NOVATECH GmbH ist mit ihren Erfahrungen gewachsen, hat einen Standort in Wolpertshausen bezogen und ist naheliegender Partner für den Neubau der Biogasanlage. Nicht nur wegen der räumlichen Nähe sondern auch wegen der Struktur des Angebotes zum Bau und Betrieb der Anlage:
Fazit: NOVATECH GmbH wird nicht nur eine Anlage abliefern, sie setzt sich mit ins Boot!"